EU setzt 17 Länder auf eine „schwarze“ Liste und weitere 46 Länder auf eine „graue“ Liste

Siebzehn Länder und Gebiete, zumeist Kleinstaaten in der Karibik und im Pazifik, verhalten sich nach dem Urteil der EU-Finanzminister nicht kooperativ und sind daher als Steueroasen einzustufen. Am Dienstag, dem 5. Dezember 2017, wurde in Brüssel von den Ministern eine entsprechende „Schwarze Liste“ verabschiedet. Zu diesen Ländern gehören beispielsweise Trinidad & Tobago, Namibia und die Vereinigten Arabischen Emirate. Sanktionen sind mit diese Liste allerdings b.a.w. nicht verbunden. Die Minister wollen diese Frage weiter prüfen, insbesondere im Hinblick darauf, ob und welche Änderungen sich aus der mit der Liste geschaffenen Publizität ergeben. Angeblich habe sich gezeigt, dass bereits eine drohende Nennung auf der Liste bei einigen Ländern abschreckende Wirkung entfalte. Der Liste waren lange Verhandlungen sowohl innerhalb der EU als auch mit den betroffene Ländern vorausgegangen. Die Minister beschlossen zugleich eine zweite Liste mit weiteren 46 Staaten, die zwar als vorläufig kooperativ eingestuft wurden, aber dennoch weiter beobachtet werden. Zu diesen Ländern gehört auch die Schweiz.
Die Vereinigten Staaten wurden auf keine der Listen aufgenommen. Allerdings wurde die EU-Komission beauftragt, die Auswirkungen der US-Steuerreform zu prüfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.